Zum Tod von Susanne Maner
(14.4.1984 – 22.5.2018)

Susanne Maner in Thailand 2015. Foto: Marion Landolt, Zürich

Susanne Maner in Thailand 2015. Foto: Marion Landolt, Zürich

 

Mit Trauer und Bestürzung haben wir erfahren, dass Susanne Maner und ihr Mann am 22. Mai dieses Jahres tödlich verunglückt sind.

Susanne Maner hat nach einer Bibliotheksausbildung zunächst an der Beijing Jingji maoyi daxue (Wirtschaft- und Handelsuniversität Beijing) Chinesisch und von 2006 bis 2010 an der Universität Basel Sozialanthropologie und Gender Studies studiert. Anschliessend absolvierte sie von 2011 bis 2013 an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich ein Masterstudium in Ethnologie und Gender Studies. Ihr Studium schloss Susanne Maner 2013 mit einer exzellenten Masterarbeit zum Thema „Weiblichkeit im Gespräch. Körper- und Geschlechterdiskurse als Ausdruck politischer und ökonomischer Ideologie im modernen Beijing“ ab. Ihre Forschung basierte auf einer Feldforschung in Beijing. Zu den Ergebnissen dieser Masterarbeit hat Susanne Maner im April dieses Jahres bei Radio Bern RaBe noch ein Interview gegeben.

Bereits während ihres Masterstudiums wirkte Susanne Maner als Assistentin an der Entstehung der Cai Yuanpei-Bibliothek für Ethnologie Chinas am Völkerkundemuseum der Universität Zürich mit und war in diesem Zusammenhang von 2011 bis 2014 mit chinesischen Titelaufnahmen und mit der Betreuung von Lehrveranstaltungen zur Ethnologie Chinas befasst. Im August 2013 hielt sie an der Scientifica einen viel beachteten Vortrag zum Thema „Anthropology and risk – Wie unterschiedliche Gesellschaften mit Risiko umgehen“.

2014 verliess Susanne Maner die Schweiz und ging an die Chinese University of Hongkong. Zuletzt lebte sie mit ihrer Familie in Thailand.

Wir trauern um eine wunderbare Studentin, Kommilitonin, Kollegin und Freundin. Unsere tiefe Anteilnahme gilt den beiden Familien.

Im Namen der Mitarbeitenden des Völkerkundemuseums und des ISEK-Ethnologie der Universität Zürich

Mareile Flitsch und Peter Finke