Museum

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich ist ein ethnologisches Wissenschaftsmuseum. An der Schnittstelle zwischen Universität und Öffentlichkeit engagieren sich die Mitarbeitenden in Forschung und praxisnaher Lehre, in Sammlungsbewahrung, Objektforschung und Wissensvermittlung. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf menschlichen Kompetenzen und Fertigkeiten in materiell-technischen wie in gesellschaftlichen Bereichen.

 

Das Völkerkundemuseum ist das drittälteste ethnologische Museum der Schweiz und eines der wenigen ethnologischen Universitätsmuseen im deutschsprachigen Raum.

Das Völkerkundemuseum gehört, gemeinsam mit sieben weiteren Museen und 13 Sammlungen, zu den Bildungsangeboten der Universität Zürich an die Öffentlichkeit. Wir bewahren, pflegen und erschliessen eine ethnologische Kulturgütersammlung der Kategorie A des Kantons Zürich von etwa 40’000 Objekten. Innerhalb der Philosophischen Fakultät ist das Museum Teil des Instituts für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK), zu dem auch die Fachbereiche Ethnologie und Populäre Kulturen gehören.

Ethnologischen Museen wird heute eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Fragen nach der Provenienz von Objekten, nach der Entkolonisierung der Sammlungen, nach Deutungshoheit oder dem Recht auf Repräsentation, sind allgegenwärtig. Solchen Fragen nehmen wir uns in Sammlung, Forschung, Lehre und Vermittlung an. Im Hinblick auf die Objektdiasporas in unserer Sammlung arbeiten wir heute in engem Austausch mit Angehörigen oder den Nachfahren von Urhebergesellschaften der bewahrten Sammlungen.

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich versteht sich als Ort des Dialogs und der gemeinsamen Reflexion. In Ausstellungen und Veranstaltungen werden Einblicke in die ethnologische Forschung gewährt, die die Öffentlichkeit ins Gespräch über relevante ethnologische Themen einbeziehen. Wir möchten zum Nachdenken miteinander anregen, den Blick öffnen für ein immer wieder neugieriges und offenes, immer wieder auch kritisch reflektiertes, Verständnis dafür, was es bedeutete und bedeutet, Mensch zu sein.