Afrika im Gedicht - Lesung mit Al Imfeld und Martin Hamburger

So 06. 12. 11:30 Uhr Lesung mit Al Imfeld, Afrikanist und Autor, Zürich und Martin Hamburger, Schriftsteller, Zürich.

Afrika kommt zu uns auf dem Weg des Gedichts, sagt Afrikakenner, Autor und Publizist Al Imfeld. In seiner 800 Seiten umfassenden Sammlung von Gedichten afrikanischer Autor/innen vermisst Imfeld den Kontinent, der ihn sein Leben lang beschäftigt hat, von 1960 bis heute, von Südafrika bis Ägypten. 1935 geboren reiste Imfeld zunächst als Missionar in die Welt, um sie besser zu verstehen. Doch bald merkte er, dass die Theologie ein zu beschränktes Verständnis des Menschen anbot, und studierte in der Folge Soziologie, Journalismus und Tropenlandwirtschaft. Als Entwicklungsberater bereiste er anschliessend sämtliche Länder Afrikas und publizierte im Laufe einiger Jahrzehnte zahlreiche Bücher über die Kulturen, Geschichten und Religionen des Kontinents. Pünktlich zu seinem 80. Geburtstag legt Al Imfeld nun ein 570 Gedichte umfassendes Buch vor, mit dem er für ein neues, echtes Verständnis für afrikanische Lebensrealitäten wirbt: «Gedichte sind eine besondere Form der Philosophie. Wie nirgendwo anders legen sie Bedürfnisse offen und zeigen deutlich Schwachstellen. Gedichte sind ehrlich, denn sie stammen von den Betroffenen selbst», sagt Imfeld. So hat er die Auswahl der Gedichte auch den Autor/innen selbst überlassen. Für alle, die sich für afrikanische Literatur und Kultur interessieren, setzt dieses Buch einen neuen Massstab.

Bild: © Al Imfeld