Architectures of Affect: Place, Politics and the Cultures of Mourning in Latin America

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich wurde eingeladen, mit einem eigenständigen Panel an dem Workshop

Architectures of affect: place, politics and the cultures of mourning in Latin America

teilzunehmen. Der auf drei Tage angelegte Workshop vom 6.–8. Juni 2013 mit internationalen Gästen wurde durch Prof. Dr. Jens Andermann (Romanisches Seminar der UZH) initiiert.

Das Panel steht im Kontext eines dreitägigen Workshops an der UZH, welcher der Frage nachgeht, inwiefern Dimensio­nen von Raum und Ort postdiktatorische Prozesse des Gedenkens und der Trauer in Erinne­rung an eine konfliktreiche Vergangenheit in Lateinamerika geformt haben.

Das Panel des Völkerkundemuseum: Memory and place in anthropological perspective

Zum Fokus des interdisziplinären Workshops auf räumliche und materialisierte Formen des post-diktatorischen Gedächtnisses arbeiten seit einigen Jahren auch Ethnolog/innen. Für sie stellen sich zum einen Fragen zur Bewahrung historischer Räume/Orte/Objekte, zum anderen richten sie ihre Aufmerksamkeit explizit auf die emische Perspektive der Erinnernden: Was und auf welche Weise erinnern die Akteure? Welche Räume, Orte, Objekte oder auch andere Formen schaffen und bewahren sie, welche Bedeutun¬gen messen sie selbst diesen bei und wie können sie folglich im sozialen Kontext interpretiert werden? Die Ethnologie betrachtet das Erinnern als kulturellen Prozess, als bewussten und intentionalen Umgang mit – im Falle Lateinamerikas – traumatischen Erlebnissen. Sie fragt, welche Strategien die Ak¬teure zur Bewältigung ihrer Vergangenheit entwickeln und wie sie gleichzeitig Zukunftsperspekti¬ven schaffen. Welche Bedeutung haben Erinnerungsorte für das kulturelle Selbstverständnis und die kultu¬relle Praxis?

Do, 6.6., 15.15–17.45 Uhr, Ort: Museum Rietberg, Zürich

Für mehr Informationen zum Panel und den Beitragenden, bitte folgendem Link folgen:

Detaillierte Beschreibung des Panels als PDF (PDF, 253 KB)