Ausstellungseinblick Expeditionssammlungen von Heinrich Harrer

Begegnung – Spur – Karte. Die Expeditions-Sammlungen von Heinrich Harrer

Den Namen Heinrich Harrer (1912–2006) verbindet man hierzulande bis heute vor allem mit der Hollywood-Produktion «7 Jahre in Tibet» und mit der der Erstdurchsteigung der Eiger-Nordwand. Weniger bekannt sind seine zahlreichen Reisen nach der Rückkehr aus dem Tibetischen Hochland im Jahr 1951. Sie führten den österreichischen Bergsteiger und Geografen über einen Zeitraum von 40 Jahren in alle Kontinente.

«Anders als früher trieb mich nicht nur der Berg, sondern auch die Neugier auf ferne Länder und das Leben fremder Völker wieder auf Reisen», schrieb er später in seiner Autobiografie.

Zwischen 1962 und 1969 bereiste Harrer das westliche Neuguinea, Brasilien, Suriname und Französisch-Guyana sowie den Grossraum Asien. Die mitgebrachten Artefakte dieser Expeditionen, wie Harrer seine Unternehmungen nannte, sind ausdrucksstarke Zeugnisse der besuchten Gesellschaften. Zugleich spiegeln sich in ihnen Harrers eigene Interessen.

Die Ausstellung erschliesst die Expeditions-Sammlungen in zwei Teilen.

Der erste Teil lädt zur Begegnung mit ausgewählten Ethnografika von fünf Expeditionen ein. Im Rahmen studentischer Forschung entwickelte Fragestellungen zeigen mögliche Herangehensweisen an die Gegenstände auf.

Im zweiten Teil wird eine umfangreiche Sammlung, die Harrer 1966 bei Saamaka Marron in Suriname erwarb, als Ganzes präsentiert. Dabei sind die Objekte für die heutigen Saamaka selbst wichtige Spuren ihrer bewegten Geschichte von Sklaverei bis hin zur Gründung einer neuen Gesellschaft. Gemeinsam mit ihnen folgen wir einigen Spuren bis in die Gegenwart und fragen nach der Bedeutung der Objekte heute für die Saamaka und für uns.

 

Vernissage: Sonntag, 1. Juli 2018, 11 Uhr

Dauer der Ausstellung: 01.07.2018 bis 16.06.2019

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bis 06.01.2019

 

Begegnung – Spur – Karte

Begegnung – Spur – Karte

bis 16.06.2019