Eva De Souza
Eva Silva de Souza ist eine brasilianische Künstlerin, Schauspielerin und Aktivistin. Geboren und aufgewachsen in Salvador de Bahia, Brasilien, bringt sie ihre afrobrasilianischen Wurzeln in ihre Arbeit ein und setzt sich für den interkulturellen Dialog ein. Seit über 30 Jahren lebt sie in Bern, wo sie Kunst und Aktivismus miteinander verbindet, um sich für soziale Gerechtigkeit, Antirassismus und Feminismus einzusetzen. Ihr Ziel ist es, durch ihre Kunst Grenzen zu überwinden und ein Gefühl der Verbundenheit zwischen verschiedenen Kulturen zu fördern. Sie hat Schauspiel an der Federal University of Bahia (UFBA) und an der Musical- und Pantomimeschule Berlin studiert. An der Universität Basel erwarb sie einen Master in Kulturmanagement. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Salvador de Bahia, Berlin, Basel und Bern gezeigt und aufgeführt. In Salvador de Bahia leitete sie von 2001 bis 2015 das Casa das Máscaras, ein Kulturzentrum, das sich thematisch mit Masken und Mythen befasst.
«Mein Beitrag zum Projekt 'Rumble in the Achive' schlägt eine visuell-perfomative Auseinandersetzung eines Rituals der Taufe vor. Bei meiner Recherche von Dokumenten, Fotografien und Objekten über die Amazonas-Expedition von Heinrich Hintermann in den Jahren 1924/1925 habe ich entdeckt, dass es in der Region einen Fluss namens Doutor Hintermann gibt, einen Nebenfluss des Ronuro. In einer Textilinstallation zeige ich meine Reflexion über diese politische Form der kolonialen Verewigung in einer symbolischen Kartografie dieses Flussufers. Das Ziel ist es, eine erneute Umbenennung dieses Flusses als Akt der Entkolonialisierung vorzuschlagen und den Widerstand der indigenen Völker gegen Völkermord und Assimilation auf brasilianischem Gebiet – und deren Ausweitung auf die symbolischen Territorien von Museen neu zu erzählen.»