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«Box by Box»

Die Datenvisualisierung zur Sammlung und die Lücken in unserer Dokumentation

Bei 89 % der Objekte in unserer Sammlung kennen wir den Namen der Person, die sie dem Museum übergeben hat. Bei nur 6 % kennen wir den Namen der Person, die sie hergestellt hat. Warum wurden manche Namen sorgfältig festgehalten, während andere fehlen?

Die Datenvisualisierung «Box by Box» entstand als Resultat eines einjährigen Forschungsprojektes am Museum. Ziel war es, rasch einen Überblick über die Museumssammlung und ihre Provenienz zu erlangen. Die Sammlung bei uns umfasst 61'889 Objekte. Bis 2028 haben wir vor, die gesamte Sammlungsdatenbank online zugänglich machen. Bis dahin können Sie in «Box by Box» erkunden, woher die Objekte in der Sammlung stammen, wann sie ins Museum gelangten, was über ihre Provenienz bekannt ist und welche Personen mit ihnen verbunden sind.

Ein grosser Teil der Sammlung wurde im 19. und 20. Jahrhundert erworben, häufig in kolonialen Kontexten. Über einen Zeitraum von fast 150 Jahren dokumentierten Mitarbeitende des Museums Informationen zu den Objekten – zunächst in handschriftlichen Inventarbüchern, später auf Karteikarten und schliesslich in einer digitalen Datenbank. Diese Aufzeichnungen sind jedoch nicht neutral. «Box by Box» zeigt Muster in unserer Museumsdokumentation auf: Die Datenvisualisierung macht Lücken sichtbar und wie koloniale Sammlungen wesentliche Personen und Narrative unerwähnt liessen.  

Dieses Forschungsprojekt will Vertreter:innen von Urhebergesellschaften und Forschungspartner:innen einen Überblick über die Sammlung bieten.

Laufzeit:
September 2025 bis September 2026

Unterstützung:
Bundesamt für Kultur (BAK)

Projektteam am Museum:
Marina Berazategui (Projektleitung)
Joris Burla
Melissa Caflisch
Maylawi Herbas
Alice Hertzog
Amir Mommartz
Andrea Staub
Rebekka Sutter
Daniela Zurbrügg (Ansprechpartnerin)

Design: Melanie Imfeld

Programmierung: Lucid