Pressetext

Im Juni 1889 wurden die Gründersammlungen des heutigen Völkerkundemuseums der Universität Zürich erstmals öffentlich präsentiert. Im Rahmen einer Jubiläumsausstellung im Foyersaal wird die 125-jährige Sammlungsgeschichte vorgestellt. Entlang der Museumsstandorte – Alte Börse, Universitätshauptgebäude, Alter Botanischer Garten – sowie der Direktionsperioden von Otto Stoll, Rudolf Martin, Hans Wehrli, Alfred Steinmann, Karl H. Henking, Michael Oppitz und Mareile Flitsch werden Sammlungs-, Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkte anhand ausgewählter Objekte, Bilder und Medien vorgestellt. Die Ausstellung veranschaulicht das jeder Epoche eigene Wissenschafts- und Forschungsverständnis.

Aus privater Initiative entstanden, entwickelte sich die Ethnographische Sammlung zu einer universitären Lehrsammlung, die über Jahrzehnte im Hauptgebäude der Universität Zürich angesiedelt war. Mit der Umwandlung zu einem öffentlichen Museum im Jahr 1972 und dem nachfolgenden Umzug in den Alten Botanischen Garten erweiterte sich der Aufgabenbereich. Zusätzlich zur laufenden Forschung und universitären Lehre ergab und ergibt sich die Möglichkeit, mit einem vielfältigen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm die vorzüglichen Sammlungsbestände der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Ausstellung führt die Besucher des Museums durch die Geschichte einer anhaltenden Beschäftigung mit fernen Kulturen. Sie zeigt exemplarisch auf, welch vielfältige Fragen und Antworten sich mit den Beständen einer ethnographischen Sammlung – Gegenstände, Bilder, Töne, Archivalien – erschliessen und bearbeiten lassen. Ausstellungskataloge und -plakate aus früheren Zeiten dokumentieren die kontinuierlich wachsende und unter sich ändernden Fragestellungen erforschte und der Öffentlichkeit präsentierte ethnologische Sammlung. Eine Broschüre stellt Stationen der Sammlungsgeschichte des Hauses in Wort und Bild vor; ein Tablet-Guide erweitert die Möglichkeiten der Besucherinformation.

Das Team, welches diesen historischen Rückblick erarbeitete, besteht aus drei Generationen von Mitarbeitenden des Völkerkundemuseums: dem ehemaligen langjährigen Amerika-Kurator des Hauses Dr. Peter R. Gerber, dem Kurator Andreas Isler und der wissenschaftlichen Assistentin Katharina W. Haslwanter.