Pressebilder

Druckfähige Datei (TIF, 10 MB)
Kalamkari. Tempeltuch aus Srikalahasti, Andhra Pradesh, 1985 (Ausschnitt), Inv.-Nr.: 22570. Künstler: Sankaraiah.

Dieses Tempeltuch erzählt in Bildern das indische Epos Ramayana; der gewählte Ausschnitt zeigt die Verehrung des elefantenköpfigen Gottes Ganesha, mit dem alle narrativen Tücher beginnen, und darunter eine der frühen Episoden des Epos: Dasharatha, der künftige Vater des tugendhaften Prinzen Rama, erschiesst während einer Elefantenjagd versehentlich den jungen Shravana, woraufhin ihn dessen Eltern verfluchen.

Kalamkari. Tempeltuch aus Sikkinaickenpet, Tamil Nadu, frühes 20. Jahrhundert, 269 x 252 cm, Inv.-Nr.: 7197.

Auf einem grossen Banyanblatt treibt, zwischen zwei Weltzeitaltern, der Gott Krishna als Kleinkind auf den Wassern des Urozeans. Der Weise Markandeya, als kleine gelbe Gestalt, schwimmt auf das Blatt zu und erfährt die Offenbarung des Gottes.

Kalamkari. Tempeltuch aus Srikalahasti, Andhra Pradesh, 1980er Jahre, 239 x 236 cm, Inv.-Nr.: 22579. Künstler: Rambhoji Naik.

Arjuna, einer der fünf Pandava-Brüder im indischen Epos Mahabharata, trifft mit einem Meisterschuss das Auge eines an der Decke aufgehängten Fisches, den er als Spiegelung in einer Wasserfläche unter sich sieht. Dadurch gelingt es ihm, die Hand der Königstochter Draupadi zu gewinnen.

Kalamkari. Tempeltuch aus Srikalahasti, Andhra Pradesh, 1975 (Ausschnitt), Inv.-Nr.: 22569. Künstler: C. Nagaraja.

Bei diesem schönen Stück, welches das indische Epos Ramayana zum Gegenstand hat, wurde nur die schwarze Umrisszeichnung ausgeführt; in den traditionell folgenden Schritten würde der Stoff weiter behandelt und die einzelnen Figuren und Partien ihrer Bedeutung entsprechend in Rot, Gelb und Blau eingefärbt.

Auf dem hier gezeigten Ausschnitt des Kalamkari-Tuches wird die Krönung Ramas und seiner Frau Sita in Ayodhya dargestellt. Das göttliche Paar repräsentiert die Herrschaft einer gerechten Ordnung.
Kalamkari. Tempeltuch aus Srikalahasti, Andhra Pradesh, 1985 (Ausschnitt), Inv.-Nr.: 22574. Künstler: Rambhoji Naik.

Dieses monumentale Tuch, das 4.5 x 9 m misst, ist dem in indischer Vorzeit spielenden Epos Mahabharata gewidmet. Der schiere Reichtum dieser Geschichtenwelt – in achtzehn Büchern liegen hunderttausend Verse vor – ist hier in detailreichen szenischen Darstellungen in gegen 200 einzelne Panels gefasst, die um ein zentrales Grossbild angelegt sind.

Im vorliegenden Ausschnitt aus dem unteren Teil des Kalamkari sind Szenen des Lebens der Pandavas und ihrer Gattin Draupadi unter falscher Identität an König Viratas Hof abgebildet. Zu sehen ist auch, wie sich der Gott Krishna in seiner Allgestalt (vishvarupa) zeigt, wie die beiden Widersacher Duryodhana und Arjuna sich der Unterstützung des liegenden Krishnas versichern, und eine Darstellung der äusserst grausam geführten Endschlacht zwischen den verfeindeten Vettern in Kurukshetra. Oberhalb aller Panels steht in der indischen Sprache Telugu jeweils eine kurze Beschreibung der abgebildeten Handlung.