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Völkerkundemuseum

Pressetext

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich zeigt japanische Tusche-Schriftbilder von Yamakawa Sōgen Rōshi und Suishū T. Klopfenstein-Arii.

Seit im 13. Jahrhundert u.Z. der Zen-Buddhismus aus China nach Japan eingeführt wurde, haben sich in Japan Tuschespuren (bokuseki) und traditionelle Schriftkunst (sho) gegenseitig stark beeinflusst und die weitere eigenständige Entwicklung in eine meditative Richtung gelenkt. Sowohl die von Zen-Mönchen entwickelten Tuschespuren wie auch die Schriftkunstwerke der Sho-Tradition geben nicht nur Form und Inhalt eines Schriftzeichens wieder, sondern sie sind die einmalige, unwiederholbare Vergegenwärtigung eines intensiv erlebten Augenblicks.

Der Meister des Rinzai-Zen und Abt des Shōgenji-Tempels in der Präfektur Gifu, Yamakawa Sōgen Rōshi, und die Meisterin der Schriftkunst, Suishū T. Klopfenstein-Arii (Zürich), zeigen in dieser Ausstellung ihre Tuschespuren und Schriftkunstwerke. Yamakawa Sōgen Rōshi wurde 1949 in Tōkyō geboren. Im Anschluss an das Physik-Studium liess er sich zum buddhistischen Mönch ordinieren. Er steht mehreren Klöstern vor und ist Rektor der Kurzzeit-Universität Shōgen Tanki daigaku. Suishū T. Klopfenstein-Arii wurde in Wakayama als Tochter eines Arztes und Haiku-Dichters sowie einer Meisterin der Teezeremonie geboren. Seit dem 7. Altersjahr widmet sie sich der traditionellen Pinselschriftkunst. Sie beherrscht alle klassischen Schriftstile, besitzt das Meister-Diplom für chinesisch-japanische Schriftkunst und kann auf zahlreiche Vorträge und Vorführungen im In- und Ausland zurückblicken.

Zur Eröffnung erscheint von Suishū T. Klopfenstein-Arii die Publikation Bilder des Herzens. Schriftkunstwerke (mit einem einleitenden Text von Helmut Brinker. Benteli-Verlag, August 2012, 272 S., 115 Abb., CHF 58.-).

Weiterführende Informationen

Bilder des Herzens – Schriftkunstwerke

Beziehen Sie die Publikation zur Ausstellung in unserem Onlineshop oder direkt beim Verlag: