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Medienmitteilung

Zürich, 1. September 2026

Wenn Namen sich ändern

Warum ändern Menschen ihre Namen? Weshalb werden Orte und Dinge umbenannt? Und was bewirken solche Umbenennungen? Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich ist auf der Suche nach einem neuen Namen. Mit der Ausstellung «Neubenennen – Menschen, Dinge, Orte» macht es diesen Prozess zum Ausgangspunkt für einen ethnologischen Blick auf Praktiken des Benennens und Neubenennens weltweit.

Ausgehend von den Objekten aus der Museumssammlung werden persönlich motivierte, politisch geprägte, kolonial beeinflusste oder selbstermächtigende Umbenennungen beleuchtet. Im Zuge ihrer Unabhängigkeit wählten zahlreiche afrikanische Staaten neue Namen. Ein Korb aus Simbabwe veranschaulicht, wie die Umbenennung im Zuge der Dekolonisierung zum Ausdruck von Identität und Selbstbestimmung werden kann (vgl. Bild).

Auch unsere unmittelbare Umgebung ist reich an Geschichten über Namenswechsel: man findet sie in Migrationskontexten, in Gehörlosengemeinschaften und trans* Communities, bei der «Pfadi», im Zusammenhang mit Zivilstandsänderungen oder im Zürcher Stadtraum. Die Ausstellung führt diese unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammen und macht sichtbar, wie eng Namen mit Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Macht verbunden sind.

Fragen in den Saaltexten und interaktive Stationen laden die Besucher:innen ein, über Beweggründe für und Folgen von Namensänderungen nachzudenken – und darüber, wie das Völkerkundemuseum künftig heissen könnte.

«Neubenennen – Menschen, Dinge, Orte»
Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Pelikanstr. 40, 8001 Zürich
Ab 4. September 2026
Di, Mi, Fr 10–17, Do 10–19, Sa 14–17, So 11–17 Uhr

Am Donnerstag, 3. September 2026, um 18 Uhr Eröffnung der Ausstellung am Völkerkundemuseum UZH. Die Vernissage ist ausgebucht! Medienschaffende melden sich bitte direkt bei Melissa Caflisch caflisch@vmz.uzh.ch, Kommunikation.


Download (PDF, 112 KB) Medienmitteilung  01.09.2026 «Neubenennen»

Kontakte

Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Prof. Dr. Alice Hertzog, Kuratorin und Direktorin 
hertzog@vmz.uzh.ch

Media Relations
Universität Zürich
+41 44 634 44 67
mediarelations@kommunikation.uzh.ch

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Weiterführende Informationen

Medienbilder

Die Nennung des unabhängigen Staates Simbabwe als Ausdruck eigenständiger nationaler Identität. Hergestellt in einer Werkstätte der Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB); Name des:der Hersteller:in uns nicht bekannt. Anschliessend im Besitz der SMB; 2018 Schenkung ans Völkerkundemuseum UZH; Inv.-Nr. 36209. Foto: Kathrin Leuenberger, 2026.

Verschiedene Schuhe aus der Sammlung des Völkerkundemuseums UZH führen als roter Faden durch die Ausstellung. Im Bild: Pumps, Modell «Michelle D», vom Karume-Markt für Secondhand-Kleidung in Daressalam (Tansania). Namen wie «Grossmutterschuh» oder «schicke Schwester» sind Teil der Verkaufsstrategie der Schuhhändler. Inv.-Nr. 33894a/b. Foto: Kathrin Leuenberger, 2026.

Kenojuak Ashevak (Inuit-Künstlerin 1927—2013): «Arrival of the Sun», Steinschnitt 1962. Inv.-Nr. VMZ 12743g. Foto: Kathrin Leuenberger, 2026.