Eine Forschung ugandischer Museumskuratoren in der Schweiz

In der zweiten Hälfte September bis Anfang Oktober besuchten die Kuratoren Amon Mugume (Uganda Museum, Kampala) und Moses Kashure (Igongo Cultural Center, Mbarara, West-Uganda) im Rahmen einer laufenden Museumskooperation mit dem Völkerkundemuseum die Schweiz. Während dieser explorativen Forschungsreise verschafften sie sich einen Überblick über die Schweizerischen Milchwirtschaft.

Neben althergebrachten und zeitgenössischen Produktions- und Vermarktungsstrategien interessierten sie sich auch für die Kehrseiten industrialisierter Nutztierhaltung, die ökonomischen und ökologischen Herausforderungen liberalisierter Milchmärkte und für die zahlreichen lokal-kooperativen Reaktionen darauf. Zu diesem Zweck besuchten sie unterschiedliche Landwirtschaftsbetriebe, Milchverarbeitungsstätten sowie einschlägige Veranstaltungen, Institutionen und Experten. Vor Ort wurde die Forschung von Jacqueline Grigo und Birthe Pater organisiert und begleitet.

Mit dem Ertrag der Forschungsreise zeigten sich die beiden Gäste sehr zufrieden. Neben einem grossen Wissenszuwachs und umfangreichem Bild- und Tonmaterial konnten sie bereits einige Ausstellungsobjekte nach Hause nehmen sowie vielversprechende Kontakte knüpfen. «The major result that was expected in this explorative research was as much information as possible that could make someone understand Alpine milk economy and culture; which was fully got! The interviews and interactions with the real diary farmers and milk products manufacturers was the best experience to get first hand information from the source. As a museum professional, this explorative research was practical by getting close to the community or people so that they participate in museum information and exhibition materials» (Amon Mugume).

Im Rahmen der von Birthe Pater angebotenen Lehrveranstaltung «Alpine Milchwirtschaft aus translokaler Perspektive» im laufenden Herbstsemester werden die Interessensschwerpunkte der beiden Kuratoren von Studierenden der Ethnologie vertieft und für die Ausstellungen aufbereitet.

Der Forschungsaufenthalt wurde von der Nordsüd Kooperation der Universität Zürich und dem Völkerkundemuseum Zürich, sowie den beiden beteiligten ugandischen Museen finanziert.

Ugandan researchers Amon Mugume and Moses Kashure in Switzerland
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